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31. August 2010

Blasenschwäche? Kein Problem!

Sie ist noch immer ein Tabuthema, aber beinahe über 5 Millionen Deutsche leiden an ihr: die Blasenschwäche. Die neuesten medizinischen Erkenntnisse haben wir für Dich zusammengestellt.

fitnessBlasenschwäche – eigentlich ein Thema für Senioren? Nein, nicht ganz. Denn Inkontinenz kann in jedem Lebensalter auftreten und hat vielfältige Ursachen. Viele Deutsche leiden an diesem Problem und erleben dadurch oft massive Einschränkungen in ihrem Alltag. Doch die Betroffenen schweigen oft, weil ihnen das Thema peinlich ist. Und so gehört Inkontinenz zu den Leiden, die selten tatsächlich auch bis zu den Ohren eines Arztes dringen.  

Dabei gibt es eine Menge Möglichkeiten, diesem Problem zu begegnen. Zunächst ist es   wichtig, den Auslöser festzustellen. Es kann sich dabei zum Beispiel um eine gelockerte Beckenbodenmuskulatur, verursacht durch Übergewicht, Schwangerschaft oder Geburt, handeln. Auch Entzündungen, Hormonumstellungen, die Einnahme bestimmter Medikamente, seelische Belastung, die Wechseljahre bei Frauen oder Schwierigkeiten mit der Prostata bei Männern können vorliegen.  

Kein Seniorenproblem
Wie sich die Blasenschwäche äußert, ist vielfältig. Dazu gehört das nächtliche Bettnässen genauso wie das Verlieren von Urin bei körperlicher oder emotionaler Belastung oder auch der Verlust der aktiven Kontrolle über die Harnblase. Meistens ist eine Störung der Blasenentleerung die Ursache – in unpassenden Momenten erschlaffen die Schließmuskeln, die sonst die Blase geschlossen halten, damit sich in ihr der Urin sammeln kann.  

Um eine Blasenschwäche zu behandeln und aktiv vorzubeugen, ist zunächst einmal die Überprüfung Deiner gesamten körperlichen Gesundheit notwendig. Verzichte unbedingt auf Alkohol und achte darauf, kein Übergewicht zu haben. Präparate aus Kürbissamen oder Gingko-Etrakten können die Blase zusätzlich stärken. Auch wichtig: genügend zu trinken, so dass die Blase in der Übung bleibt. Jedoch solltest Du es dann vermeiden, für kleine Mengen auf die Toilette zu gehen, damit die Blase ebenfalls das Speichern des Urins nicht verlernt.  

Den Beckenboden stärken
Regelmäßige Bewegung stärkt ebenfalls die Blase: Trainierst Du im Fitnessstudio an Geräten, solltest Du allerdings Übungen wählen, die Deinen Beckenboden nicht zu sehr belasten – oder solche, die ihn gezielt trainieren. Frag am besten Deine Trainer, oder schau unter diesem Link nach. Auch hier zahlt sich Kontinuität aus, regelmäßige Übungen von ca. 10 Minuten können Dir dauerhafte Erleichterung verschaffen.  

Grundsätzlich gilt aber auch: Liegt bei Dir eine Blasenschwäche vor, die Dich in Deinem Alltag einschränkt, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Nur er kann bestimmen, woher die Inkontinenz rührt und eine entsprechende Therapieform vorschlagen.  
Autor: Lars Kruse

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